Athletik für fortgeschrittene Skisportler

Athletik-teamKurzerhand wurde für den 18.09.2016 auch für die Großen der U12 bis U16 ein Athletik-Test in Oberwiesenthal anberaumt, in dem unsere Kids die Früchte des Donnerstagstrainings ernten sollten. Ein vielseitiges Programm aus dem Trainerhandbuch des alpinen Skisports war auf der Tagesordnung. Aufgrund des Dauerregens wurden die beiden Outdoor-Übungen nach drinnen verlegt. Vielen Dank an die Organisatoren für dieses unkomplizierte und gesundheitsorientierte Vorgehen.

U12 – Bericht und Ergebnisse

Lynn – wie oft haben wir das schon geschrieben – wieder eine Klasse für sich. Alle vier Übungen konnte sie souveränst für sich beanspruchen an damit auch noch einen Fingerzeig in Richtung der gleichaltrigen Jungs sowie der älteren Mädels setzen. Egal ob Kraft, Schnelligkeit, Balance oder Koordination – sie beherrscht einfach alles - egal ob auf Asphalt, Parkett oder Schnee.

Doch auch Therese konnte auf sich aufmerksam machen. Dass sie schnell ist, war klar, dass sie gut balancieren kann auch. Doch auch in der Kraft-Ausdauer-Übung zeigte sie, dass ein Fliegengewicht mit Medizinbällen und auch Traktorreifen jonglieren kann.

Paulas Erfolg an diesem Tag war es, ausgehend vom Käferstyle eine ansehnliche, über ein Hindernis gehechtete Sprungrolle zu erlernen. Mit einer guten Leistung platzierte sie sich auf Platz 6.

Emma hatte gerade beim Balance-Parcours mit viel Aufregung und einer Menge Pech zu kämpfen. Doch egal wo, auch unser zweites Fliegengewicht biss sich auf Platz 7 durch.

Eleni gab ihr Startnummern-Trikot aufgrund einer Geläuf-Zerrung bereits vor der ersten Übung unter Tränen ab und ließ es nicht mal auf einen einbeinigen Versuch ankommen.

Bei den Jungs der U12 ging Bent an den Start und gab eine überzeugende Darbietung. Gerade im Balance-Parcours konnte er gute Punkte holen. Auch sonst war er flink und stark unterwegs und wurde mit einem vierten Platz belohnt.

U14 und U16 - Bericht und Ergebnisse

Hier ging eine Auswahl unserer Halbstarken, die seltsamerweise immer größer und stärker werden, mit den zwei Pauls und Ski-Volleyballer Josuel an den Start.

Für Paul Fischer galt es, alle Übungen ordentlich abzuarbeiten. Mit einer konstant guten und fast fehlerfreien Leistung konnte er besonders beim Balancieren punkten. Sonst fehlte ihm noch etwas an Schnelligkeit im Vergleich zu seinen Konkurrenten. Trotzdem ein guter 6. Platz.

Josuel legte einen erwartet guten Start im Schnelligkeitsparcours hin. Als Einziger schaffte er es dann jedoch, ein komplettes Parcours-Element aus den Ankern zu reißen und sammelte von da an nur noch Strafsekunden, Blessuren und weiteres Pech. Die Luft war raus und Platz 8 – zum Glück verletzungsfrei - die Quittung.

Paul Schulze kämpfte in jeder Übung (v. a. im Balancieren) wirklich gut mit. Das Quäntchen Schnellkraft fehlt jedoch, so dass am Ende nur Platz 9 zu Buche stand.

„The Incredible J“ – Joker und Podestgarant Julia war heiß auf die Übungen und freute sich ihres Lebens, dass kein Ausdauerlauf zu absolvieren war. Mit unglaublichem Biss, Schnelligkeit und dem nötigen Wettkampf-Gen entschied sie drei von vier Übungen für sich und hatte klar den ersten Platz inne.

Laura konnte v. a. mit ihrer Kraft und ihrer Balance überzeugen. Noch ein paar mehr Schnellkraftkörner mehr und ihr wäre auch der zweite Platz gewiss gewesen. Doch auch der dritte Platz und damit zwei Podestplätze für Einsiedel in dieser Kategorie machen uns sehr stolz.

Celina landete als junger Jahrgang auf dem 7. Platz. Mit etwas mehr Biss hat sie im nächsten Jahr noch die Chance auf mehr.

Um einen Eindruck der Übungen für den fachfremden Leser, Nicht-Mitgereiste oder künftige Teilnehmer zu erhalten, beschreibt Marc kurz die vier zu absolvierenden Übungen:

Übung 1: Schnelligkeit

Hier musste ein Slalom-Parcours auf engem Raum in möglichst geringer Zeit durchlaufen werden. Die Anordnung der einzelnen Stangen erinnerte mich dabei am ehesten an „Sitzball“, bei der Ausübung hätte sich der unbedarfte Laie vermutlich wie beim beliebten Partyspiel „halte deinen Zeigefinger auf den Verschluss einer Flasche, renne 10 Runden um selbige und sprinte dann ins Ziel“ gefühlt. Ich konnte den einmal gezeigten Parcours nicht verinnerlichen (evtl. auch der Uhrzeit geschuldet?) und hätte mich sicher gnadenlos verlaufen, zum Glück ging mein Lauf nicht in die Wertung ein.

Übung 2: Vielseitigkeit-Ausdauer

Eine Runde ums Volleyballfeld! Aber weil es langweilig wäre, diese 54 Meter einfach so zu sprinten, wurde der Weg mit Hindernissen gepflastert. Den Start markierte eine Rückwärtsrolle, gefolgt von freihändigen Wechselsprüngen über eine Bank. Anschließend ging’s im leicht gegrätschten Rückwärtsgang eine Bank entlang. Nun folgte die Kindergartenübung „Schubkarre“ – allerdings ohne Partner, der die Beine festhält, diese Aufgabe wurde von zwei Bänken übernommen. Nach einer Vorwärtsrolle ging’s durch eine Hürde, mit einer Sprungrolle über eine weitere Hürde auf die Hochsprungmatte. Auf der Zielgeraden wurden noch Hürden (zum unterqueren) und fünfteilige Kasten (zum überqueren) scheinbar willkürlich verteilt.

Übung 3: Balance

Hier ging es darum, in 60 Sekunden möglichst viele „Meter zu machen“. Dabei mussten verschiedene Balanceelemente je nach Vorgabe im Vorwärts-, Rückwärts- oder Seitwärtsgang überwunden werden – Schwierigkeitsgrad während des Parcours entsprechend steigend. Der Endgegner wurde durch eine Slackline markiert.

Übung 4: Kraft-Schnelligkeit

In Tradition des Strongman-Wettbewerbs war ursprünglich angedacht, dass 5 Steinkugeln mit unterschiedlichem Gewicht (zwischen 100 kg und 200 kg) jeweils auf ein Podest abgelegt werden müssen. Man entschied sich aber dann doch – vermutlich aufgrund des Wetters - für eine Kombination von Medizinballwurf (6 Bälle über eine Bank gegen die Wand), Wechselsprünge unter erschwerten Bedingungen (auf einer wirklich weichen, tiefen Matte), Rollbrett (die Füße liegen oben, die Arme bestimmen die Richtung), Wheel Flip (einen Traktorreifen aufstellen und umstoßen – je nach Altersklasse ein bis drei Mal), Schlusssprünge über einen fünf Hocker umfassenden Parcours, der Sprung über die Mattengrube und – zu guter Letzt – das Erklimmen der Kletterstange. Alles für sich ideale und unterhaltsame Übungen für einen regnerischen Sonntagnachmittag, in dieser Kombination und unter Zeitdruck aber ungeheuer erschöpfend. Offensichtlich, zumindest wenn man die Blicke der jungen Sportler nach ihren Läufen sah. Kein Erziehungsberechtigter hat sich an den kompletten Parcours gewagt, was aber keinen Mangel an „guten Tipps“ zur Folge hatte.